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Item type:Publication, Access status: without files , Radarbasierte Erfassung von Herzratenveränderungen bei Schmerz- und DyspnoereizHintergrund: Die berührungslose und belastungsfreie radarbasierte Erfassung der Herzrate (HR) mit EKG-äquivalenter Genauigkeit konnte auf einer Palliativstation gezeigt werden ([1]). Hierbei zeigten sich Hinweise auf HR-Effekte durch Symptome. Im klinischen Setting unterliegt die HR verschiedenen Einflüssen. Standardisierte Modelle bei gesunden Probanden können helfen die radarbasierten Messverfahren bezüglich der Symptomerkennung zu validieren. Fragestellung: Kann radarbasierte HR-Erfassung Effekte von Schmerz- und Dyspnoemodellen unter standardisierten Laborbedingungen bei gesunden Probanden im Vergleich zu Selbstreport (iPOS) und EKG reliabel erfassen? Methodik: 37 gesunde Proband:innen durchliefen eine Ruhephase (RP), gefolgt von Intervention (IV) 1, einer RP, einer zweiten IV und einer abschließenden RP. Schmerz wurde durch den Cold-Pressor-Test (CPT; Hand in Eiswasser) induziert, Dyspnoe durch laminar erhöhten Atemwiderstand mittels ausschließlichen Atmens durch einen Strohhalm. Die Abfolge der Interventionen war cross-over randomisiert. Die subjektive Symptomstärke wurde mittels iPOS erfasst und Gruppen gebildet (0–2 vs. 3–4). Die HR wurde kontinuierlich über ein sechs-Kanal-EKG sowie ein 61GHz-Radarsystem erfasst ([2]). Ergebnisse: EKG- und Radar-Messungen korrelierten stark (Bias: -0,26 bpm, SD: 4,44 bpm, Limits of Agreement: -8,96 bis 8,44 bpm). Im Median wurden Schmerz als 3 und Dyspnoe als 2 (iPOS) empfunden. Die HR zeigte Unterschiede zwischen Baseline und CPT (p<0,001) sowie zwischen niedriger und hoher Symptomstärke (iPOS 0–2 vs. 3–4, p=0,038). Für Dyspnoe waren Baseline vs. Intervention signifikant (p<0,0001), die subjektive Ausprägung nach iPOS zeigte keinen Unterschied (p=0,278). Schlussfolgerung: Es konnte bei gesunden Probanden ein Dyspnoemodell etabliert werden, das sowohl in psychometrischer Selbsteinschätzung als auch in physiologischen Parametern Atemnot darstellt. Schmerz- und Dyspnoereize erzeugen messbare Änderungen der radarbasierten Herzrate. Dies unterstützt die Interpretation von Daten, die in klinischem Setting an Patient:innen erfasst werden. Nächste Schritte umfassen die Untersuchung von Quereffekten und komplexen Interventionen.Publicationtype: Journal Article2 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item type:Publication, Access status: without files , Radarbasierte Atemerfassung auf einer Palliativstation(Thieme, 2025-04-28); ;Trần, Thanh Trúc; ; Zusammenfassung: In der Palliativversorgung werden technische Hilfsmittel wie EKG oder Pulsoxymetrie nur sparsam eingesetzt, um Zuwendung und Beziehungsarbeit nicht zu stören. Gleichzeitig ist Symptomerkennung essenziell und viele Patient*innen können diese nicht selbst äußern. Diese Studie untersucht erstmals den Einsatz eines Radarsystems zum berührungslosen Atemfrequenzmonitoring bei Palliativpatient*innen. In einer prospektiven Studie wurde radarbasiertes Atemfrequenzmonitoring mit einer Goldstandardmethode bei stationär behandelten Palliativpatient*innen verglichen. Die Auswertung bei 13 Patient*innen zeigte eine Übereinstimmung der Atemfrequenzerfassungen durch Radar und Gold-Standardverfahren (n=13, Korrelation r=0,93; 88% der Atemfrequenzen innerhalb ±2 Atemzügen im Vergleich zu Goldstandard). Verlaufsanalysen ergaben Hinweise auf ein Potenzial zur Symptomerkennung. Radarbasiertes Atemfrequenzmonitoring unter klinischen Bedingungen ist zuverlässig und hat das Potenzial, Symptome zu erkennen.Publicationtype: Journal Article34 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item type:Publication, Access status: without files , 56 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item type:Publication, Access status: without files , Soziale Implikationen von Gesundheitstechnologien in der Palliativversorgung – Entwicklung eines konzeptionellen Rahmenwerks(Thieme, 2024-08-26); ; ; ; Weisser, A.Neue Gesundheitstechnologien wie beispielsweise Apps, radarbasierte Messtechniken oder Robotik bieten Potentiale zur Unterstützung der Palliativversorgung. Ihr Einsatz führt zu sozialen Auswirkungen in der Versorgungspraxis, die vielschichtig, teils verzögert erkennbar und zu berücksichtigen sind. Da soziale Teilhabe und zwischenmenschliche Begegnungen in der Palliativversorgung zentrale therapeutische Konzepte ausmachen ist hier besondere Vorsicht geboten. Gesundheitstechnologien dürfen die Grundsätze der Palliativversorgung nicht stören oder beeinträchtigen. Um dies sicherzustellen sind die sozialen Auswirkungen von Gesundheitstechnologien bei deren Entwicklung und Nutzung fortlaufend zu analysieren und zu berücksichtigen. Bislang fehlt eine Konzeptionalisierung sozialer Implikationen von Gesundheitstechnologien in der Palliativversorgung. Zur Erforschung sozialer Implikationen von Gesundheitstechnologien in der Palliativversorgung wurde zwischen September 2022 und Juli 2023 ein sequentielles Forschungsdesign mit Methoden der qualitativ-empirischen Sozialforschung angewandt: (1) Zunächst wurden iterative interdisziplinäre Diskussionsrunden durchgeführt und mittels konzeptioneller Mapping-Methode ausgewertet. Darauf aufbauend folgten (2) drei Fokusgruppen mit Forschenden, medizinischem Personal und einer Patient-and-Public-Involvement Gruppe, welche mittels qualitativ strukturierter Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Mit den Ergebnissen wurde ein Rahmenwerk – das CARE-HAUS Rahmenwerk – entwickelt, dessen Anwendbarkeit in zwei Fallstudien (3) beispielhaft anhand von radarbasierten Messtechniken und Wearables zur Bewegungsüberwachung überprüft wurde. Das Forschungsdesign wurde von fortlaufenden iterativen narrativen Literaturrecherchen begleitet. Das CARE-HAUS Rahmenwerk konzeptualisiert soziale Implikationen von Gesundheitstechnologien in der Palliativversorgung. Es zeigt Bereiche auf, in denen Gesundheitstechnologien förderliche und potenziell hinderliche Auswirkungen auf die Versorgungspraxis haben können, wobei die Grundsätze und Zielsetzungen der Palliativversorgung als Maßstab gelten. Die identifizierten Bereiche umfassen die beteiligten Akteur:innen und ihre Charakteristika, Interaktionen, Rollen, Aufgaben und Prozesse im Versorgungskontext und schließlich gesellschaftliche, strukturelle, organisatorische und fachliche Rahmenbedingungen. Das CARE-HAUS Rahmenwerk bietet eine Orientierung für die Analyse sozialer Implikationen vor und während Technologieentwicklungen und -implementierungen. Künftig muss die Anwendbarkeit des CARE-HAUS Rahmenwerks in weiteren Studien evaluiert werden.Publicationtype: Conference Paper59