Meyer, ChristophChristophMeyer2026-05-062026-05-062026Harburger Berichte zur Verkehrsplanung und Logistik 27: (2025)https://hdl.handle.net/11420/62791Since the mass motorisation in the 1960s, the understanding of mobility is heavily focused on cars and lead to a related expansion and conversion of the transportation system and referring regulatory systems. Mobility alternatives, such as the bicycle, were increasingly neglected and lost their societal relevance meeting mobility needs, which increased only slowly again in the following decades. With reference to bicycle traffic, there has not been a comprehensive mobility transition in this context, but it is gaining importance by innovations, such as pedelecs and cycle highways, as well as an increasing pressure to act due to climate change and traffic problems. Against the background, the Ruhr Cycle Highway (RS1) project and its context were examined using the approaches of the multi-level perspective (Geels 2002) and transformative governance capacities (Hölscher et al. 2019a) to identify adjustments and changes of the cycling system, the related regulatory systems and the societal relevance of cycling. The focus of the study is with reference to administrative-geographical aspects on seven major cities in the Ruhr region and its specific transformative governance capacities and governance processes, which ultimately determine the development and outcome of the mobility transition respectively the cycling transition. For this purpose, 14 expert interviews were conducted with individuals who, due to their planning-related interface function, have a good overview of bicycle traffic and current developments in their respective areas of responsibility. In addition, inspections of two already completed cycle highway sections were carried out, as well as a non-probabilistic pedestrian survey with 381 participants, in order to include planning-related adjustments and their effects, as well as societal developments relating to bicycle traffic in the study. The results of the study point to a cycling transition in the sense of a mobility transition for the study area, which can be attributed to adjustments to the bicycle transportation system, related regulatory systems and increasing societal relevance. Innovations such as pedelecs and cycle highways, like the RS1, can be seen as key drivers of the development, which contribute in conjunction with increasing pressure to act, despite local variations, to a stronger societal and political support for bicycle traffic and the associated adjustments of framework conditions and scope for action.Seit der Massenmotorisierung der 1960er Jahre hat sich das Verständnis von Mobilität stark auf den Pkw fokussiert und zu einem darauf ausgerichteten Aus- und Umbau des Verkehrs-systems und der darauf bezogenen Regelsysteme geführt. Mobilitätsalternativen wie das Fahrrad wurden dadurch zunehmend vernachlässigt und verloren ihre gesellschaftliche Relevanz bei der Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen, die erst in den folgenden Jahrzehnten wieder langsam zunahm. Mit Bezug auf den Radverkehr kann in diesem Zusammenhang nicht von einer flächendeckenden Verkehrswende gesprochen werden, die jedoch durch Innova-tionen wie Pedelecs und Radschnellwege sowie einem zunehmenden Handlungsdruck durch den Klimawandel und Verkehrsprobleme an Bedeutung gewinnt. Vor diesem Hintergrund wird anhand des Radschnellweg Ruhr (RS1) Projekts und dessen Kontext und unter Verwendung der Transitionsansätze der Mehr-Ebenen Perspektive (Geels 2002) und der transformativen Aushandlungsfähigkeiten (Hölscher et al. 2019a) untersucht, ob es zu Anpassungen und Veränderungen des Radverkehrssystems, der darauf bezogenen Regelsysteme und der gesellschaftlichen Relevanz des Radverkehrs kommt. Der Unter-suchungsfokus in administrativ-geographischer Hinsicht liegt dabei auf sieben Großstädten im regionalen Ruhrgebietskontext und den spezifischen Aushandlungsfähigkeiten und Aus-handlungsprozessen, die letztlich über den Verlauf und Ausgang der Verkehrswende bzw. Transition des Radverkehrs entscheiden. Dazu wurden 14 Experteninterviews mit Personen durchgeführt, die aufgrund ihrer planungs-bezogenen Schnittstellenfunktion einen guten Überblick über den Radverkehr und aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Zuständigkeitsbereich haben. In Ergänzung wurden sowohl eine Befahrung und Begehung zweier bereits realisierter Radschnellwegabschnitte des RS1, als auch eine nicht-probabilistische Passantenbefragung mit 381 Teilnehmern durchgeführt, um planungsbedingte Anpassungen und deren Auswirkungen sowie gesellschaftliche Entwick-lungen mit Bezug auf den Radverkehr, in die Untersuchung einbeziehen zu können. Die Ergebnisse der Arbeit verweisen auf eine Transition des Radverkehrs im Sinne einer Ver-kehrswende für das Untersuchungsgebiet und geht auf Anpassungen des Radverkehrssystems, darauf bezogene Regelsysteme und eine zunehmende gesellschaftliche Relevanz zurück. Als zentrale Entwicklungstreiber sind Innovationen wie Pedelecs und Radschnellwege bzw. der RS1 zu sehen, da sie im Zusammenspiel mit einem steigenden, allerdings lokalspezifisch unter-schiedlich ausgeprägten Handlungsdruck, zu einer stärkeren gesellschaftlichen und politischen Unterstützung des Radverkehrs und der damit einhergehenden Anpassung von Rahmen-bedingungen und Handlungsspielräumen beitragen.dehttps://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/cyclingtransitionmobility transitiongovernance capacitiesgovernance processesgeographySocial Sciences::388: TransportationDie Transition des Radverkehrs als Aushandlungsprozess im Rahmen der Verkehrswende : eine empirische Untersuchung im Kontext des Radschnellweg Ruhr (RS1) ProjektsBookhttps://doi.org/10.15480/882.1700110.15480/882.17001Flämig, HeikeHeikeFlämigGertz, CarstenCarstenGertz