Wiederverwendung von Filterspülwässern aus der Grundwasseraufbereitung zur Sicherung der Trinkwasserversorgung


Project Acronym
FITWAS
 
Project Title
Wiederverwendung von Filterspülwässern aus der Grundwasseraufbereitung zur Sicherung der Trinkwasserversorgung
 
Funding Code
02WV1565
 
 
Principal Investigator
 
Co Principal Investigator
 
 
Status
Laufend
 
Duration
01-02-2021
-
31-01-2024
 
 
Funding Program
FONA
 
Abstract
Im FITWAS-Projekt kooperieren eines der größten deutschen Wasserversorgungsunternehmen (Hamburg Wasser) und das Wasserversorgungsunternehmen mit dem größten Versorgungsgebiet in Deutschland (OOWV) mit einer Wasserforschungseinrichtung (DVGW-Forschungsstelle TUHH) und zwei Technologieunternehmen (CERAFILTEC und PHL) sowie dem Umweltbundesamt, um die Wiederverwendung von Filterspülwässern aus der Trinkwasseraufbereitung voranzubringen und damit einen Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung zu leisten.
Ziel des FITWAS-Projektes ist es zum einen, durch die Wiederverwendung von Filterspülwässern aus der Grundwasseraufbereitung die Verfügbarkeit von Trinkwasser zu erhöhen. Hierzu soll ein umfassendes Betriebskonzept einschließlich eines neuartigen Membranverfahrens entwickelt werden. Zum anderen gilt es, das hohe Verwertungspotenzial zu heben, das der Filterschlamm birgt.
In der Grundwasseraufbereitung in Deutschland fallen aktuell Filterspülwässer zwischen 1% und 4% der gehobenen Grundwässer an. Diese eisen- und manganhaltigen Filterspülwässer werden derzeit i.d.R. als Abwasser entsorgt und gehen damit der Trinkwasserversorgung verloren. Dem gegenüber steht ein teils drastisch gestiegener Trinkwasserbedarf, der einige deutsche Versorger in den Sommern 2018 und 2019 vor große Herausforderungen stellte.
Um innovative und umsetzbare Verfahren des Recyclings von Filterspülwasser sowie der Verwertung von Filterschlämmen zu entwickeln, werden im FITWAS-Projekt ausgehend von Laborversuchen bis hin zu Praxistests an vier Wasserwerksstandorten Membranverfahren mit unterschiedlichen Verfahrenskonzepten und Membranmodulen/-materialien im Vergleich zur konventionellen Aufbereitung (z.B. Sandfiltration) bzw. Entsorgung untersucht. Ein innovativer Ansatz ist ein Verfahren auf Basis getauchter keramischer Membranen, das Vorteile im Energieverbrauch und der Betriebsstabilität erwarten lässt. Folgende Fragestellungen werden im FITWAS-Projekt bearbeitet: Filtrationsleistung, Filtratqualität und -wiederverwendung, Fouling-Verhalten und weitere Betriebsaspekte, Reststoffverwertung, Energieaufwand und Wirtschaftlichkeit.