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Biomechanische Analyse der Belastungen im LWS-Bereich
Publikationstyp
Book part
Date Issued
1995
Sprache
German
Start Page
73
End Page
93
Citation
In: Wolter, Dietmar (Hrsg.): Berufskrankheit 2108 : Kausalität und Abgrenzungskriterien. - Berlin: Springer, 1995. - S. 73-93
Publisher
Springer
ISBN
978-3-540-59141-2
Für die Untersuchung einer möglichen Kausalität zwischen berufsbedingter Belastung und eingetretenem Schaden in der Wirbelsäule im Hinblick auf die BK 2108 ist als erstes eine klare begriffliche Abgrenzung hilfreich. Die Belastung der Wirbelsäule, allgemein beschrieben durch 3 Kräfte und 3 Momente ist eine virtuelle Größe, die physikalisch nicht auftritt und deswegen auch nicht direkt gemessen werden kann. Sie ist die auf einen bestimmten Ort bezogene Summe aller Kräfte und Momente, welche an der Wirbelsäule wirken. Sie wird deshalb oft auch als Resultierende der externen Kräfte und Momente bezeichnet. Sie ergibt sich als Folge der Tätigkeit einer Person und ist abhängig von der Dynamik der Bewegung und der Größe der von außen wirkenden Kräfte (z. B. dem Gewicht eines bewegten Patienten). Die Belastung ist also geeignet, die Schwere einer Tätigkeit zu quantifizieren. Sie muß unterschieden werden von der Beanspruchung bestimmter physiologischer Strukturen beim Einzelnen.
DDC Class
610: Medicine, Health