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Das (ungenutzte) Potenzial von Lernaufgaben für die Hochschullehre
Publikationstyp
Conference Presentation
Date Issued
2025-03-25
Sprache
German
Citation
51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik, dghd 2025
Contribution to Conference
Mit dem Aufstieg der Kompetenzorientierung hat die Frage an Relevanz gewonnen, wie Lehr-Lern-Szenarien zu gestalten sind, die Kompetenzerwerb begünstigen. In diesem Zuge wird sich im Schulkontext schon länger intensiv mit der Konstruktion und Typologien von Lernaufgaben beschäftigt (vgl. Thonhauser, 2008; Reinfried, 2016; Kleinknecht, 2019). In der Hochschuldidaktik dagegen richtet sich der Fokus bisher seltener explizit auf Lernaufgaben; verbreiteter ist die Auseinandersetzung zum Beispiel mit Methoden, didaktischen Prinzipien wie problemorientierten Lernen oder Prüfungsaufgaben.
Ein naheliegender Grund für diese unterschiedliche Fokussierung ist, dass Lernen in Hochschulen weniger eng angeleitet wird als in Schulen. Im Kontext von Online-Selbstlernangeboten, die in der Hochschule an Relevanz gewinnen, nehmen Aufgaben jedoch einen zentralen Stellenwert ein, da sie maßgebliches Werkzeug zur Anleitung und Begleitung des Lernwegs sind und ihnen die Funktion zukommt, die fehlende Ad-hoc-Instruktion einer Lehrperson zu kompensieren. Das Potenzial guter Lernaufgaben wird in diesem Kontext allerdings noch nicht ausgeschöpft. Beispielsweise offenbart ein Blick in MOOCs, dass dort häufig multiple-choice-artige, wissensfokussierte Aufgaben dominieren, die nicht über der zweite (Verstehen) der sechs Kompetenzstufen der Bloom‘schen Taxonomie hinausreichen.
Vor diesem Hintergrund plädiert der Impulsbeitrag dafür, dass Potenzial der Konstruktion guter Lernaufgaben für die Hochschullehre systematischer auszuschöpfen. Es werden Möglichkeiten der Typologisierung von Aufgaben vorgestellt und auf ihr Potenzial als didaktische Planungshilfe, insbesondere für kompetenzorientierte Selbstlernszenarien, befragt. Angereichert wird der Beitrag durch Aufgabenbeispiele aus dem Lernangebot „SDG Campus“, das auf den Erwerb von Nachhaltigkeitskompetenzen gerichtet ist.
Ein naheliegender Grund für diese unterschiedliche Fokussierung ist, dass Lernen in Hochschulen weniger eng angeleitet wird als in Schulen. Im Kontext von Online-Selbstlernangeboten, die in der Hochschule an Relevanz gewinnen, nehmen Aufgaben jedoch einen zentralen Stellenwert ein, da sie maßgebliches Werkzeug zur Anleitung und Begleitung des Lernwegs sind und ihnen die Funktion zukommt, die fehlende Ad-hoc-Instruktion einer Lehrperson zu kompensieren. Das Potenzial guter Lernaufgaben wird in diesem Kontext allerdings noch nicht ausgeschöpft. Beispielsweise offenbart ein Blick in MOOCs, dass dort häufig multiple-choice-artige, wissensfokussierte Aufgaben dominieren, die nicht über der zweite (Verstehen) der sechs Kompetenzstufen der Bloom‘schen Taxonomie hinausreichen.
Vor diesem Hintergrund plädiert der Impulsbeitrag dafür, dass Potenzial der Konstruktion guter Lernaufgaben für die Hochschullehre systematischer auszuschöpfen. Es werden Möglichkeiten der Typologisierung von Aufgaben vorgestellt und auf ihr Potenzial als didaktische Planungshilfe, insbesondere für kompetenzorientierte Selbstlernszenarien, befragt. Angereichert wird der Beitrag durch Aufgabenbeispiele aus dem Lernangebot „SDG Campus“, das auf den Erwerb von Nachhaltigkeitskompetenzen gerichtet ist.
Subjects
Hochschuldidaktik
Lernaufgaben
Kompetenzorientierung
Aufgabenkonstruktion
Instructional Design
DDC Class
370: Education