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    Item type:Project,
    Umsteuern oder nachsteuern? - Mobilität für lebenswerte und soziale Städte gestalten
    vergleichende Studie der Verkehrs- und Mobilitätsstrategien von Hamburg, Paris, Shanghai und Seoul Weltweit sind Städte auf der Suche nach Wegen aus dem automobilen Lock-In und den damit verbundenen, negativen Auswirkungen auf Klima, Gesundheit, Lebensqualität und sowie anderen, unerwünschten sozialen und wirtschaftlichen Effekten. Je nach infrastrukturellen, technologischen und politischen Voraussetzungen verfolgen Städte dabei unterschiedliche Lösungsansätze. Die Herangehensweisen und Erfolgskriterien von vier weit fortgeschrittenen Städten sind für die Friedrich Ebert Stiftung (FES) von Interesse, um einen Austausch über Lösungsstrategien zu initiieren und damit einen Beitrag für eine soziale Stadtpolitik zu leisten. Im Zentrum stehen die Fragen: Wie lässt sich ein Mobilitätssystem so gestalten, dass alle Menschen am sozialen und ökonomischen Leben teilhaben können, die wirtschaftliche Entwicklung unterstützt wird und negative Effekte abgestellt werden können? In einer vergleichenden Studie der Städte Hamburg, Paris, Shanghai und Seoul sollen Antworten auf diese Fragen in Bezug zueinander gesetzt werden. Auf der Basis von Steckbriefen für jede der vier Fallstudien soll eine übergreifende Analyse entstehen. Projektleitung: White Octopus GmbH, Berlin
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    Item type:Project,
    Ottensen macht Platz
    Von Anfang September 2019 bis Ende Februar 2020 werden Teile der Ottenser Hauptstraße, der Bahrenfelder Straße, der großen Rainstraße sowie der Erzberger Straße zu einem weitgehend autofreien Bereich offen für Fußgänger, Radfahrer und Aktivitäten der Menschen aus dem Stadtteil. "Ottensen macht Platz" ist ein Experiment, das dem nicht-motorisierten Verkehr Vorrang gewährt und in dem der öffentliche Raum den Bürger*innen zur Verfügung gestellt wird. Ab dem 1. September 2019 wird das Zentrum von Ottensen für sechs Monate formal als Fußgängerzone ausgewiesen und damit so weit wie möglich autofrei.(Hier können Sie eine Karte des Projektgebiets ansehen). Ziel des Projektes ist es, zu untersuchen, wie sich in einem Viertel wie Ottensen, mit kurzen Wegen und engen Straßen, Mobilität sowie die Wahrnehmung und Nutzung des öffentlichen Raums verändern, wenn dieser überwiegend dem nicht-motorisierten Verkehr - also Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad - zur Verfügung steht. Was bedeutet das für die Menschen die diese Straßen nutzen, für diejenigen die dort Leben und für die Gewerbe in diesem Viertel? Das Projekt "Ottensen macht Platz" ist aus einer Bündelung von Ideen und Wünschen aus zahlreichen Workshops aus dem EU-Projekt Cities4People hervorgegangen. Oft genannte Bedarfe nach Umverteilung des öffentlichen Raumes, Freigabe öffentlicher Stellplätze für andere Nutzungen, mehr Grün und weniger motorisiertem Verkehr mündeten in der Idee eines vierwöchigen Projekts in Ottensen mit temporär autofreien Straßen. Die dafür angedachte Projektdauer wurde auf Beschluss der Politik auf sechs Monate ausgeweitet. Unser Institut wurde damit beauftrag, dieses Projekt wissenschaftliche zu begleiten.
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    Sachverständigengutachten zur Differenzierung der Feinstaubexposition in Deutschland nach sozioökonomischen Merkmalen
    Auftraggeber ist das Umweltbundesamt (UBA). Feinstaub in der Atemluft hat negative Effekte auf die menschliche Gesundheit. Dies wurde bereits durch eine Vielzahl von Studien bestätigt. Nach Berechnungen des UBA sind in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2015 jährlich rund 400.000 verlorene Lebensjahre auf Grund von kardiopulmonalen Erkrankungen und Lungenkrebs auf die Belastung der Bevölkerung mit Feinstaub zurückzuführen. Derzeit gibt es aber erst wenige Erkenntnisse darüber, ob und in welchem Ausmaß sich die Belastung durch Umweltrisikofaktoren für verschiedene Bevölkerungsgruppen in Deutschland unterscheidet. Ziel des Sachverständigengutachtens ist es, einen räumlich differenzierten Index zum sozioökonomischen Status (SES-Index) zu entwickeln. Dieser Index wird mit räumlichen Informationen zur Exposition der Bevölkerung in Deutschland gegenüber Feinstaub verknüpft, um zu untersuchen, inwiefern diese Exposition in einem Zusammenhang mit sozioökonomischen Faktoren steht. Die Ergebnisse werden zur sozioökonomisch differenzierten Berechnung von Krankheitslasten im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes "Umweltbedingte Krankheitslasten - Analyse und Bewertung sozialer und ökonomischer Zusammenhänge | Zusammenhangsuntersuchungen zwischen Umwelteinflüssen und gesundheitlichen Parametern" (UKAGEP) genutzt.
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    Evaluation der verkehrlichen Umbaumaßnahmen in der Liebigstraße (Wirtschaftsverkehr)
    Im Hamburger Industriegebiet Billbrook wird ein Straßenzug baulich umgestaltet, um Radspuren, mehr Stellplätze für den ruhenden Verkehr und eine verbesserte Freiraumqualität für die Angestellten der umliegenden Betriebe zu schaffen. Der Effekt dieser Maßnahmen auf den fließenden und ruhenden Verkehr wird durch vorher/nachher Erhebungen evauliert. Außerdem wird eine Beschäftigtenbefragung durchgeführt, um Informationen zum Effekt der Maßnahmen auf das Mobilitätsverhalten und subjektive Einschätzungen der Vor- und Nachteile zu erhalten. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für vergleichbare Projekte abgeleitet, um den bisher noch recht niedrigen Kenntnisstand zur Radverkehrsförderung in Industrie- und Gewerbegebieten zu ergänzen.
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    Evaluation der verkehrlichen Umbaumaßnahmen in der Liebigstraße (Beschäftigtenverkehr)
    Im Hamburger Industriegebiet Billbrook wurde 2019 ein Straßenzug baulich umgestaltet, um Radspuren, mehr Stellplätze für den ruhenden Verkehr und eine verbesserte Freiraumqualität für die Angestellten der umliegenden Betriebe zu schaffen. Der Effekt dieser Maßnahmen auf den fließenden und ruhenden Verkehr wurde durch vorher/nachher Erhebungen evauliert. Außerdem wurd eine Befragung der umliegenden Betriebe sowie deren Beschäftigten durchgeführt, um Informationen zum Effekt der Maßnahmen auf den Wirtschaftsverkehr, das Mobilitätsverhalten auf dem Arbeitsweg und subjektive Einschätzungen der Vor- und Nachteile zu erhalten. Aus den Ergebnissen wurden Empfehlungen für vergleichbare Projekte abgeleitet, um den bisher noch recht niedrigen Kenntnisstand zur Radverkehrsförderung in Industrie- und Gewerbegebieten zu ergänzen.
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    Entwicklung eines multi-sektoralen Stadtentwicklungs-Wirkungsmodells (UrbMod)
    Das multisektorale Stadtentwicklungs-Wirkungsmodell soll aus interdisziplinären Perspektiven und Expertisen entstehen um das System Stadt in Interaktion mit seinen Bewohnern besser zu verstehen. Untersuchungsgegenstand ist die Stadt Hamburg. An dem Projekt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Meteorologie, Geographie, Stadtplanung, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Mathematik und weiteren Fächern beteiligt. Sie führen Erkenntnisse aus ihren Disziplinen so zusammen, dass Wechselwirkungen im System Stadt besser verstanden werden. Dafür soll ein übergreifendes Stadtentwicklungs-Modell erstellt werden. Es wird Erkenntnisse aus den Sozial-, Natur- und Ingenieurswissenschaften verbinden, um Wirkungen der Stadt auf die Bewohner abzuleiten. Beteiligt an dem Landesforschungsförderungsprojekt (LFF) sind die Universität Hamburg (Koordination), die HafenCity Universität, das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, die Technische Universität Hamburg-Harburg und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
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    Umweltgerechtigkeit und Stadtverkehr - Erhebungen, Analysen und Empfehlungen
    Auftraggeber/Finanzierung: Eigenforschung des Instituts; Individual Fellowship der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der UC Davis (2012-2013), Kalifornien. Habilitationsprojekt zur Ausweitung der Methoden und der empirischen Basis im Bereich "Umweltgerechtigkeit und Stadtverkehr" in Deutschland und Kalifornien. Die Umweltgerechtigkeitsforschung befasst sich mit der sozialen Verteilung von Umweltressourcen und Umweltbelastungen. Im Bezug auf Stadtverkehr stellt Umweltgerechtigkeitsforschung die Frage, inwieweit verschiedene sozioökonomische Bevölkerungsgruppen an ihrem Wohnort unterschiedlich stark durch Verkehrsemissionen belastet werden. Die sozio-ökonomische Gruppierung der Haushalte basiert dabei zumeist auf Einkommen, Bildung, beruflichem Status und bzw. oder Migrationshintergrund. Untersuchte Emissionen sind generell Lärm, Feinstaub oder Gase wie z.B. Stickoxyde. Die Debatte um Umweltgerechtigkeit wird unter der Bezeichnung environmental justice in den USA bereits seit den 70er Jahren geführt und hat dort auch zu den ersten Forschungsaktivitäten in diesem Themenfeld geführt. In Deutschland stammen die meisten Untersuchungen aus dem Bereich der Gesundheitsforschung. Sie stützen sich zumeist auf die Sekundäranalyse vorhandener Datensätze, die Umweltqualität bzw. belastung mehrheitlich über die subjektive Einschätzung von Studienteilnehmerinnen bewerten. Die Erhebung objektiver Daten oder Vergleich subjektiver und objektiver Maße von Belastungen hat bisher selten stattgefunden. An diesem Punkt knüpft das Projekt Umweltgerechtigkeit und Stadtverkehr an. Es verfolgt das Ziel, sowohl die bestehenden methodischen Ansätze in der Umweltgerechtigkeitsforschung zu erweitern als auch die empirische Basis für die Diskussion in Wissenschaft und Praxis zu vergrößern. Auf Basis der Aufarbeitung bestehender Untersuchungsmethoden und Erkenntnisse in den USA und Deutschland sollen die Umweltbelastung privater Haushalte durch den Straßenverkehr sowohl durch Modellierung als auch durch Haushaltsbefragungen quantifiziert und die Ergebnisse verglichen werden. Als neuer Aspekt soll zusätzlich die Frage nach dem Einfluss individueller Aktivitätsmuster gestellt werden. Die Belastung durch Verkehrsemissionen hängt nicht nur mit dem Verkehrsvolumen insgesamt sondern auch mit dessen Verteilung über den Tag zusammen. Daher ist es wichtig sowohl zu erfassen, wer an stark belasteten Straßen wohnt, als auch zu untersuchen, wer tatsächlich Zeit zu Hause verbringt, wenn der Verkehrsfluss besonders stark ist. Schließlich soll auch die Rolle von Straßenverkehrsemissionen bei der Wohnstandortwahl untersucht werden: Akzeptieren Haushalte bewusst solche Belastungen, weil andere Standortfaktoren ihnen wichtiger sind und gibt es hierbei sozio-ökonomische Unterschiede? Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, Umweltungerechtigkeit im Stadtverkehr differenzierter diagnostizieren und somit bei planerischen Entscheidungen besser berücksichtigen zu können. Sie können so auch einen Beitrag leisten, die hohen Gesundheitskosten besser zu vermeiden oder zu vermindern, die besonders in Gruppen mit multipler Benachteiligung bei erhöhter Belastung auftreten.
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